
Der Gerichtshof der Europäischen Union hat in der Rechtssache C-440/23 entschieden dass EU-Recht es einem in Deutschland ansässigen Spieler erlaubt zivilrechtliche Rückerstattungsansprüche vor nationalen Gerichten geltend zu machen und zwar für Einsätze die zwischen Juni 2019 und Juli 2021 bei Online-Virtual-Slot-Maschinen sowie Lotterie-Wetten bei maltalizenzierten Anbietern verloren wurden während solche Aktivitäten nach deutschem Recht untersagt waren und diese Feststellung bestätigt zugleich dass nationale Beschränkungen für bestimmte Online-Glücksspielformen mit den EU-Regeln zur Dienstleistungsfreiheit vereinbar bleiben auch gegenüber grenzüberschreitend lizenzierten Betreibern wobei der Verbraucherschutz Vorrang genießt.
Das Urteil datiert aus dem April 2026 und schafft damit klare Voraussetzungen für Betroffene die in dem genannten Zeitraum Spieleinsätze getätigt haben ohne dass die Anbieter über eine deutsche Erlaubnis verfügten während die maltesische Lizenz allein keinen ausreichenden Schutz gegen nationale Verbote bietet und Beobachter weisen darauf hin dass die Entscheidung auf einer sorgfältigen Abwägung zwischen Dienstleistungsfreiheit und Schutzmaßnahmen beruht.
Die Rechtssache C-440/23 entstand aus einem konkreten Fall in dem ein deutscher Spieler Verluste aus Online-Slot-Spielen sowie aus Lotterie-Wetten zurückfordern wollte und zwar bei Betreibern die in Malta über eine Lizenz verfügten doch in Deutschland galten zwischen Juni 2019 und Juli 2021 strenge Verbote für diese Spielformen ohne dass eine nationale Genehmigung vorlag und der EuGH stellte fest dass die deutschen Vorschriften mit EU-Recht übereinstimmen.
Die Zeitspanne von Juni 2019 bis Juli 2021 fällt in eine Phase in der der Glücksspielstaatsvertrag noch keine vollständige Liberalisierung für virtuelle Slots und ähnliche Angebote vorsah während maltesische Lizenzen zwar innerhalb der EU anerkannt waren doch nationale Verbote zum Schutz vor Suchtgefahren und unerlaubten Angeboten weiterhin Bestand hatten und Experten haben in früheren Verfahren ähnliche Abwägungen getroffen.
Deutsche Gerichte können nun Zivilklagen auf Rückerstattung prüfen und zwar ohne dass die EU-Dienstleistungsfreiheit automatisch Vorrang erhält weil der EuGH ausdrücklich die Vereinbarkeit der nationalen Verbote bestätigte während die Verbraucherschutzziele als legitimer Grund für Einschränkungen anerkannt wurden und Betroffene müssen dabei nachweisen dass die Spiele in dem fraglichen Zeitraum ohne deutsche Zulassung angeboten wurden.
Die Entscheidung betrifft ausschließlich zivilrechtliche Ansprüche und eröffnet keine automatische Erstattung sondern ermöglicht es Spielern vor nationalen Instanzen vorzugehen und dabei die spezifischen Umstände des jeweiligen Falls darzulegen während maltalizenzierte Betreiber sich auf die EU-weite Anerkennung ihrer Lizenz nicht mehr uneingeschränkt berufen können wenn deutsche Verbote greifen.

Im Juni 2026 stehen weitere Evaluierungen des Glücksspielstaatsvertrags an und das EuGH-Urteil liefert hierfür eine wichtige rechtliche Grundlage weil es die Beständigkeit nationaler Verbote gegenüber grenzüberschreitenden Angeboten unterstreicht während Daten aus früheren Berichten zeigen dass Verluste bei illegalen Online-Slots in Deutschland erhebliche Summen erreicht haben und Betroffene nun gezielt Rückforderungen prüfen können.
Die Kompatibilität mit EU-Recht bedeutet zugleich dass ähnliche Verbote in anderen Mitgliedstaaten ebenfalls Bestand haben können sofern sie dem Verbraucherschutz dienen und der Gerichtshof betonte in seiner Begründung dass die Dienstleistungsfreiheit nicht unbegrenzt gilt wenn spezifische Risiken für Spieler vorliegen und dies schafft eine klare Linie für zukünftige Fälle.
Personen die zwischen Juni 2019 und Juli 2021 Einsätze bei den genannten Spielen verloren haben sollten zunächst die Spielnachweise sammeln und anschließend prüfen ob eine Klage vor deutschen Zivilgerichten Erfolgsaussichten bietet während Anwälte auf die Details des EuGH-Urteils verweisen und die genauen Voraussetzungen für Rückerstattungsansprüche erläutern und das Urteil selbst ist über die offizielle Seite des Gerichtshofs als Pressemitteilung Nr. 53/26 einsehbar.
Die nationale Gerichtsbarkeit entscheidet letztlich über die konkreten Ansprüche und berücksichtigt dabei die vom EuGH bestätigte Vereinbarkeit der deutschen Regelungen und weitere Verfahren könnten folgen wenn sich ähnliche Fälle häufen während die maltesischen Betreiber mit möglichen Haftungsrisiken konfrontiert sind.
Das EuGH-Urteil in der Rechtssache C-440/23 liefert eine verbindliche Klarstellung zur Anwendbarkeit deutscher Glücksspielverbote gegenüber EU-lizenzierten Anbietern und eröffnet gleichzeitig zivilrechtliche Wege für Rückforderungen in dem beschriebenen Zeitraum während die Betonung des Verbraucherschutzes als zentrales Element der Entscheidung hervorsticht und laufende Entwicklungen bis Juni 2026 werden zeigen wie sich diese Rechtsprechung in der Praxis auswirkt.